Resilienzhäppchen 14 - Manchmal muss man seine Tür schließen.....
18. Januar 2026 | von Kerstin PentermannManchmal gibt es für die Seele nichts Wichtigeres, als eine Tür zu schließen – um dahinter erst einmal wieder durchzuatmen und sich auf das zu besinnen, was wirklich zählt.
Eine geschlossene Tür muss nicht zugeschlagen werden. Und sie bleibt auch nicht für immer zu. Sie wird wieder geöffnet, wenn das Chaos dahinter sortiert ist, mit dem man sich vielleicht tagelang innerlich zugemüllt hat.
Imaginär lässt sich dieser Rückzug noch vertiefen, indem man sich seine eigene Tür vorstellt:
Ist es eine schwere Holztür mit einem Riegel? Eine Zugbrücke? Oder eine schlichte, moderne Haustür? Und wie sieht es dahinter aus? Liegt dort eine Yogamatte, steht ein Fitnessgerät bereit oder lädt ein Garten zum Innehalten und Durchatmen ein?
Meine imaginäre Tür ist eine leichte Holztür. Sie schließt sich mit einem leisen Klicken und schenkt mir Frieden – mit meinem Garten, meinem Hund und einer dampfenden Teekanne.
Rückzug aus dem Alltag ist etwas Wertvolles, etwas, das wir nicht unterschätzen sollten. Auch in einer belebten Wohnung gibt es einen Ort, an dem man ganz man selbst sein darf. Und es gibt immer eine Tür, die sich für eine gewisse Zeit schließen lässt – bevor man sich wieder dem zuwendet, was uns alle verbindet: dem Leben.
Übung: Die innere Tür
Setz dich bequem hin oder bleib genau dort stehen, wo du gerade bist.
Schließe – wenn es möglich ist – für einen Moment die Augen.
Atme tief ein und langsam wieder aus.
Stell dir jetzt vor, wie du eine Tür schließt.
Nimm wahr, wie es dahinter wird.
Vielleicht ist es stiller. Vielleicht weiter. Vielleicht einfach leichter.
Denk darüber nach, wie deine geschlossene Tür aussieht. Erkunde jedes Detail sorgfältig und nimm den Schutz dieser Tür wahr.
Erst wenn du bereit bist, öffne die Tür wieder.
Öffne auch die Augen. Und sei da.
Herzlichst
Kerstin Pentermann
